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GEMEINSCHAFTSPROJEKT
in Liezen im Ennstal
– Steiermark / Österreich –

Blumenwiese für Bienen & Co.

Blumenwiese für Bienen & Co.

Mathias Wodrich, Hobbyimker, Berlin
22. August 2017

Das Ennstal in der Steiermark ist für Kinder und Erwachsene auf jeden Fall eine Reise wert. Sowohl für Wanderer, Kletterer, Sportler, bewegungshungrige Kinder und Naturinteressierte bietet die Umgebung um den Berg Grimming viele Möglichkeiten. Wer sich auf dem Land und den Dörfern umschaut, findet neben den liebevoll begrünten und mit blumengeschmückten Häusern auch dieses kleine Gemeinschaftsprojekt in der Kleinstadt Liezen i.E.

Durch eine Empfehlung der Vermieter unserer Ferienwohnung fuhren wir am letzten Tag vor der Heimreise in der Kleinstadt Liezen an einer ehemaligen Baustelle vorbei. Ursprünglich waren hier Eigentumswohnungen geplant, die aber mangels Investoren bzw. Käufer bisher nicht gebaut wurden. Stattdessen hat sich die Gemeinschaft aus den Firmen “Ennstal – Bauen.Wohnen.Vertrauen”, das Ministerium für ein lebenswertes Österreich und die “Kärntner Saatbau” zusammengefunden und dieses kleine Areal mit einer Blumenwiese für Bienen & Co. geschaffen.

Ich persönlich finde diese Aktion phantastisch und lege den Verantwortlichen für ungenutztes Brachland in Berlin & Brandenburg ans Herz, dies auch zur Erhaltung bzw. Steigerung der Attraktivität von ungenutzten Grundstücken einzuführen. “Deutschland summt” ist bereits ein erfolgversprechendes Projekt, doch wenn auch der Senat, die Grundstückseigentümer, vielleicht auch die Bau-Firmen in Zusammenarbeit mit Gartenbaufirmen solche kleinen Oasen anlegen, wird Berlin und Umgebung noch attraktiver und es wird der Natur und den bestäubenden Insekten geholfen.

Blumenwiese für Bienen & Co.

Eine Intiative für unbebautes Brachland

Ich werde im Folgenden die in Liezen verwendeten Pflanzen untereinander aufführen in Bezug auf Familie, Herkunft, Blühzeit und Besonderheiten. Da jeder Naturraum seine eigene Beschaffenheit bietet und dementsprechend die Flora und Fauna angepasst sind, kann ich nicht garantieren, dass die hier aufgeführten Pflanzen auch in unseren Breiten wachsen und gedeihen. Das österreichische Ennstal hat ein anderes Klima als die Großstadt Berlin und deshalb kann nicht von einem 100%igen Erfolg bei der Pflanzung oder Aussaat gesprochen werden.

“Mit dieser Blumenwiese soll auch dem vielerorts bekannten Problem der Unattraktivität von brachliegenden Grundstücken entgegengetreten werden.”

Agastache

Die Duftnessel oder Anis-Riesenysop (Agastache foeniculum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Duftnessel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimeter erreicht.

Ursprünglich von Indianern als Futter- und Heilpflanze verwendet, wurde sie in Europa als Futterpflanze für Bienen eingeführt. Für die Zubereitung von Salat und Likören eignen sich die frischen Blätter der Pflanze. In der Naturheilkunde wird die Duftnessel wegen entzündungshemmender und verdauungsfördernder Wirkung verwendet. Eingesetzt werden dabei die getrockneten Blätter, aus denen ein Tee zubereitet wird.

Geringe Ansprüche an den Boden. Sonniger bis vollsonniger Standort mit humosem, gut durchlässigen und nicht zu feuchten Boden. Jeder Gartenboden wird angenommen.

Duftnessel – Agastache foeniculum

Familie: Lippenblütler
Herkunft/Naturraum: Nordamerika
Besonderheit: Futterpflanze für Bienen.
Blühzeit: Juni – Oktober

Die Wilde Möhre

Die in Mitteleuropa heimische Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) ist ein Elternteil der Gartenmöhre oder Karotte. Bei der Wilden Möhre handelt es sich um eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 120 cm erreicht und ist ein Tiefwurzler (bis 80 cm tief wurzelnd). Die essbare Wurzel hat im Gegensatz zur Karotte keine gelblich oder orange Farbe. Dies liegt vor allem an dem geringen Gehalt an Karotin.

Bestäuber sind Insekten aller Art, besonders Käfer und Fliegen. Die Blüten sind eine Hauptpollenquelle für die Sandbienen Andrena pallitaris und Andrena nitidiuscula. Die Blütezeit reicht von Mai bis September.

Die Wilde Möhre besitzt ihr Hauptvorkommen in nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren, halbruderalen Queckenrasen trockenwarmer Standorte. Frischwiesen und -weiden zählen ebenso zu den oft besiedelten Standorten. Sie gedeiht hauptsächlich im Offenland, aber auch im Wald.

Wilde Möhre – Daucus carota

Familie: Doldenblütler
Herkunft/Naturraum: Österreich
Besonderheit: Äußerst formenreich, sehr attraktiv für Schwebfliegen und Schmetterlinge.
Blühzeit: Mai – September

Magerwiesen-Margerite

Die Wiesen-Margerite ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern erreicht. Der kontrastreiche Blütenstand vom „Körbchenblumentyp“ besteht aus 20–25 weißen, weiblichen Zungenblüten und 300–400 goldgelben, zwittrigen Röhrenblüten. Wiesen-Margeriten als Artengruppe sind in ganz Europa verbreitet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Artengruppe überall sehr häufig.

Die Magerwiesen-Margerite im engeren Sinne wächst überwiegend auf stickstoffarmen, sonnigen bis halbschattigen, frischen bis halbtrockenen Wiesen, Weiden und Ruderalstandorten.

Magerwiesen Magerite – Leucanthemum vulgare

Familie: Korbblütler
Herkunft/Naturraum: Österreich
Besonderheit: Sehr beliebt bei Wildbienen, Wespen, Fliegen, Käfer und Tagfalter.
Blühzeit: Mai – September

Gelbklee

Der Hopfenklee wächst als überwinternd grüne, ein- oder zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die relativ kleinen, kugeligen, traubigen Blütenstände enthalten 10 bis 50 Blüten und erinnern an die des Hopfens; daher der Trivialname Hopfenklee. Er wurzelt bis 50 Zentimeter tief.

Der Hopfenklee gedeiht am besten auf sommerwarmen, mäßig trockenen, basenreichen, kalkhaltigen, nicht allzu nährstoffarmen Lehm– oder Lößböden.

Gelbklee – Medicago Lupulina

Familie: Hülsenfrüchtler
Herkunft/Naturraum: Österreich
Besonderheit: Wird durch die Honigbiene und andere kleine Bienenarten bestäubt.
Blühzeit: Mai – Oktober

Rotklee

Der Wiesen-Klee ist eine ein- bis zweijährige oder überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 80 Zentimeter erreicht. Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Schmetterlingsblumen mit Klappmechanismus. Sie werden meist durch „langrüsselige“ Hummeln und andere Apidae bestäubt; der Nektar befindet sich am Grund einer 9 bis 10 mm langen Röhre; die Honigbiene (Rüssellänge 6 bis 6,5 mm) kann nur Pollen sammeln.

Man findet den Wiesen-Klee in Fettwiesen, auf Feldern und in lichten Wäldern, auch als Kulturpflanze wird er angebaut. Er bevorzugt frische, nährstoffreiche, tiefgründige Ton- und Lehmböden und ist kalk- und sulfatliebend.

Blütezeit von April bis Oktober.

 

Rotklee – Trifolium pratense

Familie: Schmetterlingsblütler
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Hauptsächlich langrüsselige Hummeln.
Blühzeit: April – Oktober

Konrade

Die Kornrade (Agrostemma githago, Ackerkrone), genauer Gewöhnliche Kornrade, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) gehört. Sie ist wohl ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Als Ackerwildkraut, das wegen des modernen Ackerbaus in Mitteleuropa nur noch selten anzutreffen ist, gehört sie zu den gefährdeten Pflanzenarten. Weitere deutsche Trivialnamen für die Korn-Rade sind Ackerrade, Kornnelke und Kornrose; in Niederdeutsch wird sie auch Klockenblume und am Rhein Pisspöttken genannt. Sie wird als Heilpflanze verwendet.

Die Kornrade ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 60 bis 90 (50 bis zu 100) Zentimetern. Die spindelförmige Pfahlwurzel kann bis zu 90 cm lang werden.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Von den Samen gelten schon drei bis fünf als giftig. Durch die Giftigkeit der Samen war die Kornrade lange Zeit ein „gefürchtetes Ackerunkraut“, weil die Reinigung des Getreides nur mangelhaft war.

Die Kornrade war wohl ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Sie war früher häufig in Getreideäckern, Brachen und Ödland aufzufinden. 1996 wurde die Kornrade in Deutschland nach der Roten Liste gefährdeter Arten mit Stufe 1 als vom Aussterben bedroht bewertet. Die Kornrade ist auf Ausbreitung mit Saatgut angewiesen. Durch moderne Saatgutreinigung (Trieur) ist die Ausbreitungskette unterbrochen worden. Ebenfalls verantwortlich für den Rückgang der Bestände ist intensiver Ackerbau. Zentral-europaweit wird die Kornrade als ungefährdet eingestuft.

Die Kornrade gedeiht am besten auf mäßig basen- und stickstoff-salzhaltigen, trockenen Böden.

 

 

Kornrade – Agrostemma githago, Ackerkrone

Familie: Nelkengewächse
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Einjährige Pflanze und wird von Tagfaltern bestäubt
Blühzeit: Juni – August

Kornblume

Die Kornblume ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 und 100 cm erreicht.

Entweder überwintern die Pflanzen als Frucht, keimen im Frühjahr und sterben schließlich nach der Fruchtbildung im Herbst desselben Jahres ab (sommerannuell) oder aber sie keimen bereits im Herbst, überwintern als Jungpflanzen, blühen im Frühjahr und sterben nach der Fruchtbildung ab (winterannuell).

Die Bestäuber sind beispielsweise Hautflügler, Schwebfliegen und Tagfalter. Der maximale Besuch von Bienen erfolgt vormittags gegen 11 Uhr.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober (überwinternde Exemplare blühen bereits ab Mai).

In der Heilkunde wird sie zur Behandlung von Kopfschmerzen, Akne, Fieber, Husten und Insektenstichen verwendet. In der Imkerei ist die Kornblume aufgrund des hohen Zuckergehalts ihres Nektars (34 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 0,20 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht.

Kornblume – Cyanus segetum Hill

Familie: Korbblütler
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Eine einjährige, krautige Pflanze, sehr beliebt bei Schwebfliegen, Tagfalter und Bienen um die Mittagszeit.
Blühzeit: Juni – Oktober

Klatschmohn

Der Klatschmohn ist eine sommergrüne, einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht. Als Tiefwurzler erreicht seine Wurzel eine Tiefe bis 1 Meter. Ein Exemplar blüht nur zwei bis drei Tage. Die Nektar– und duftlosen Blüten sind vormännliche „Pollen-Scheibenblumen“. Die durch Anthocyane (beispielsweise Mecocyanin) rot gefärbten Kronblätter werden von den rotblinden, dafür aber UV-Licht wahrnehmenden Bienen wegen ihrer starken UV-Reflexion wahrscheinlich blauviolett gesehen. Die Pollendarbietung unterliegt einer Tagesrhythmik. Am reichlichsten ist sie zur Zeit des Hauptbesuchs bis 10 Uhr morgens.

Klatschmohn bevorzugt sommerwarmen, meist kalkhaltigen Lehmboden.

Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der Milchsaft. Die jungen Blätter vor der Blütezeit, Blütenkronblätter, die jungen grünen Früchte und Samen sind mäßig verwendet unbedenklich. Nach Verzehr größerer Mengen Samen kann es jedoch zu Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen kommen. Früher kamen bei Kindern häufiger Vergiftungen mit Klatschmohn vor, die zu Blässe, Müdigkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen führen können. Anscheinend besitzt Rhoeadin eine krampfanregende Wirkung.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

 

Klatschmohn – Papaver rhoeas

Familie: Mohngewächse
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Je Blüte werden etwa 2,5 Millionen grünschwarze Pollenkörner produziert.
Blühzeit: Mai – Juli

Wiesensalbei

Die Pflanze wird bis zu 60 cm groß und hat hell- bis mittelblaue Blüten. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein. Eine Salbeipflanze kann mehrere Jahre alt werden.

Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hummeln über den typischen Salbei-Mechanismus: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus (auch Schlagbaummechanismus genannt) aus, der den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Der Pollen wird dann von der Hummel zu anderen Blüten weiter getragen.

Die Pfahlwurzel reicht bis 1 m Tiefe.

Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein.

Wiesensalbei – Salvia pratensis

Familie: Lippenblütler
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Der Nektar ist nur langrüsseligen Insekten (Hummeln) zugänglich.
Blühzeit: Juni – August

Gemeines Leimkraut

Taubenkropf-Leimkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Wurzeln können bis in eine Tiefe von 1 Meter eindringen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Mitte September.

Die Bestäubung findet entweder durch Bienen und Schmetterlinge statt (Insektenbestäubung), oder die zwittrigen Blüten bestäuben sich selbst (Selbstbestäubung). An den Nektar, tief in ihrem Kelch, kommen nur langrüsselige Bienen und Nachtfalter. Hummeln umgehen diese Hürde, indem sie ein Loch in den Kelch beißen, um an den Nektar zu gelangen, dabei wird die Blüte aber nicht befruchtet.

Gemeines Leimkraut – Silene vulgaris

Familie: Nelkengewächse
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Verströmen in den Nachtstunden einen kleeartigen Geruch, um Insekten anzulocken.
Blühzeit: Mai – September

Schafgarbe

Es sind ausdauernde, krautige Pflanzen oder Halbsträucher, die eine Wuchshöhe von sieben bis 100 Zentimetern erreichen.

Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt sie auf Höhenlagen von etwa 1900 Metern. Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Wurzelkriechern und Pionierpflanzen. Sie gilt als Bodenfestiger und Nährstoffzeiger vor allem für stickstoffhaltige Böden.

Die Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Gemeines Leimkraut – Silene vulgaris

Familie: Nelkengewächse
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Verströmen in den Nachtstunden einen kleeartigen Geruch, um Insekten anzulocken.
Blühzeit: Mai – September

Färberkamille

Die Färberkamille ist eine ausdauernde, selten ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimeter erreicht.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Die Blütenstände sind „Körbchenblumen“ mit 350 bis 500 zwittrigen Röhrenblüten und 30 bis 50 (selten auch fehlenden) Zungenblüten. Die Körbchen sind nachts geschlossen. Die Staubfäden sind reizbar. Bestäuber sind Bienen und verschiedene andere Insekten.

Die Färberkamille gedeiht in Trockenrasen, an Wegrändern, Dämmen, auf Ödland, in Weinbergen, sowie an Steppenhängen und verbuschten Orten. Sie wächst auf trockenen, oft humus- und feinerdearmen Steinböden, besonders auf Kalk, Porphyr oder Gneis. Die Färberkamille ist kalkliebend. Sie kommt in der collinen bis montanen Höhenstufe bis auf 1000 Meter vor.

 

Färberkamille – Anthemis tinctoria

Familie: Korbblütler
Herkunft/Naturraum: Europa
Besonderheit: Alte Färberpflanze um Wolle und Leinen zu färben. Wird von Bienen und anderen Insekten bestäubt.
Blühzeit: Juni – September

Wundklee

Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 40 Zentimetern.

Die Blütezeit ist von Juni bis September.

Alle zehn Staubblätter sind trotz Nektarbildung zu einer Röhre verwachsen, die somit nur langrüsseligen Insekten wie Hummeln oder Schmetterlingen zugänglich ist. Die Blüte besitzt einen Pumpmechanismus: Beim Herunterdrücken des Schiffchens durch den Bestäuber wird durch den Griffelkolben der Pollen entleert. Die Narbe ist erst nach dem Abwetzen der zarten Oberflächenzellen klebrig.

Als Standort werden Trockenwiesen und Halbtrockenrasen, Wegränder, Böschungen, Steinbrüche aber auch Küstendünen bevorzugt. Vor allem auf kalkhaltigen Böden. Die Pflanze wächst von der Ebene bis in alpine Regionen.

Die Pflanze gehört als Tiefwurzler, sowie durch die Wurzelknöllchen mit Luftstickstoff bindenden Bakterien, zu den wichtigsten Rohbodenfestigern bzw. -pionieren. Diese Pflanze wird auf Erdabrissen und Lawinenanrissen, auf Straßenböschungen vielfach angebaut. Die Pflanze selbst ist düngerfeindlich und ihre Verbreitung nimmt durch Eutrophierung und Rückgang der Schafweide ab. Die Tieflandform des Echten Wundklees ist eine gute Futterpflanze.

Wundklee – Anthyllis vulneraria

Familie: Schmetterlingsblütler
Herkunft/Naturraum: Österreich
Besonderheit: Alte Wund- und Heilpflanze. Tiefwurzler und stark düngerfeindlich.
Blühzeit: Juni – September

Ich hoffe, dass die kleine Auflistung ein wenig angeregt hat, um ungenutzte Grundstücke, Feldwege, Garageneinfahrten, Wildwiesen und andere Flächen mit einigen insektenfreundlichen Blumen zu schmücken. Es muss nicht immer alles geradlinig sein, auch eine wilde Blumenwiese oder Wegränder können so einen besonderen Charme entwickeln, es kommt nur auf die eigene Kreativität an.

Obwohl ich imker bin und meine Liebe auch der Honigbiene gilt, so brauchen wir alle möglichen anderen Insekten, um die Natur im Gleichgewicht zu halten.

“Liebe Eigentümer von ungenutztem Brachland, gebt der Natur eine Chance, sich von der schönen Seite zu zeigen und helft damit den gefährdeten Insekten.”

Sobald ein Grundstück ungenutzt vor sich dahin vegetiert, holt sich die Natur sowieso ihren Boden zurück und es lassen sich oftmals Pflanzen nieder, die ganz sicher nicht so hübsch aussehen, wie einige der oben genannten Beispiele. Eine häufig anzutreffende Pflanze ist der Wilde Hopfen. Und wenn der sich einmal auf einem Grundstück ausgebreitet hat, ist es schwierig ihn wieder in den Griff zu bekommen.

Wilder Hopfen

Lasst uns die Stadt mit hübschen Blumen schmücken, auch wenn es nur temporär und/oder für eine Saison sein sollte, der Nutzen für die Insekten wäre erbracht und außerdem erfreuen sich die Menschen an ebensolcher Blumen- und Blütenvielfalt besonders gern.

Euer Bienenfreund,
Mathias

Ein Vorbild für alle Städte

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Blumenwiese in Liezen

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Texte und Bilder sind von Wikipedia in Auszügen, teils inhaltlich angepasst übernommen.

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