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Besuch beim Vorstandvorsitzenden Franz Bertsch

von | Dez 18, 2016 | Allgemein, Beuten | 0 Kommentare

Liebe Bienenfreunde,

heute waren wir von unserem Vorstandsvorsitzenden des Imkerverein Steglitz Franz Bertsch zum Bienenstand in Berlin-Lichterfelde eingeladen worden. Da ich ja noch weit am Anfang der Imkerei stehe, hat mir Franz seine Beuten im Zanderformat vorgestellt. Wie man auf den Bildern erkennen kann, handelt es sich hierbei um 2-zargige Bruträume, die jetzt im Winter mit einem Mäusekeil gegen das Eindringen von Mäusen geschützt werden. Wie Franz mir erklärte, gibt es eine Mausart, die nur wenige Zentimeter groß ist und sich auf jeden Fall durch den schmalen Schlitz der Standard-Fluglochkeile durchzwängen können. Damit dies nicht passiert, gibt es dieses spezielle Mäusegitter. Als wir das Gitter aus der Verankerung nahmen, sahen wir am Flugloch einige tote Bienen. Wir nahmen das Gitter und holten damit die toten Bienen aus der Beute. Es waren einige. Doch scheinbar war es nicht ganz so arg wie befürchtet, denn es waren weniger als eine gefüllte Tasse. Das sei so der Maßstab. Außerdem gab es dann doch etwas Bewegung im Volk und eine einzelne Biene schaute nach dem Rechten, machte einen kurzen Erkundungsflug, landete dann gleich wieder am Mäusegitter und verzog sich zur Bienenkugel im Innern.

Die Bienen raufen sich im Winter, wenn die Aussentemperatur unter 6°C sinkt, zu einer Kugel oder Traube zusammen und kuscheln sich warm. Schöne Vorstellung, denn so schaffen es die Damen, dass innerhalb der Traube weiterhin bis zu 25°C herrschen auch bei knackigen Minustemperaturen im Winter. Am äusseren Rand sind zwar nur noch 10–15°C, aber auch dafür haben die Bienen vorgesorgt: sie wechseln sich einfach ab. Die Bienen im Innern wandern nach aussen und die, die kalte Füsse bekommen haben und nun etwas klamm geworden sind, dürfen sich nun innen am warmen Gemeischaftsofen wieder erwärmen und bekommen von den Futterbienen Nektar spendiert.

Als nächstes schauten wir hinter die Beuten und zogen den Varroaschieber heraus. Auf dieser kontrollierten wir das Gemüll, also z.B. den herabgefallenen Kot, Pollen und natürlich die Anzahl der Varroa-Milben. Es waren sehr wenige. Franz´ letzte Kontrolle war vor einer Woche und seitdem sind pro Tag weniger als 1 Milbe gefallen, was ein sehr guter Wert ist. Auf dem Schieber sind also nicht nur die Anzahl der gefallenen Milben abzulesen (Varrose), sondern auch, wo die Traube sitzt bzw. wie es dem Volk geht.

Vielen Dank, lieber Franz, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Alles in allem haben wir wieder viel dazugelernt. Und trotz der Kälte, die dann irgendwie doch ihren Weg in unsere Schuhe fand, war es wieder sehr spannend und unterhaltsam.

Bis bald,
Euer Bienen-Matze

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