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Aufbauanleitung

Nassenheider Verdunster horizontal

im Rähmchen

Nassenheider Verdunster horizontal

Eine Bild-für-Bild-Anleitung

Aufbauuntensilien

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Das sind die Utensilien für den Zusammenbau:

Reißzwecken, eine Gefriertüte, Hammer, Messbecher, Trichter, Schere, ein Rähmchen ungedrahtet, ganz wichtig Schutzhandschuhe, eine Brille oder noch besser Schutzbrille, 60%ige Ameisensäure, Laborflasche mit Schwanenhals und den Verdunster

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Damit die Füsse auf die Unterträger vom Rähmchen passen und nicht überstehen, müssen diese abgeschnitten werden. Wo genau, ist auf dem Füsschen gekennzeichnet.

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Dann wird der Verdunster auf die zwei Füsse aufgesteckt. Und zwar so, dass die längere Seite der Füsse vom Verdunster nach außen zeigen. Somit sind die Löcher für die Befestigung am Rähmchen frei.

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Jetzt wird das Verdunstertuch zusammen mit dem Verdunster selbst mit den Heftzwecken befestigt. Manche Rähmchen haben sehr hartes Holz, dann nutzt Euch der Hammer. Sollte das Rähmchen noch gedrahtet sein, müsstet Ihr vorher den Draht herausnehmen. Ich hatte leider nur ein Rähmchen mit einer Nut im Unterträger und deshalb musste ich die Befestigung etwas seitlicher anbringen.

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Das Verdunstertuch muss noch am Oberträger befestigt werden, am besten mit 3 Heftzwecken und straff gezogen, damit sich keine Welle bildet.

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Danach drehen wir das Rähmchen auf die Rückseite (die Seite, auf der das Verdunstertuch vom UT zum OT führt) und legen eine Plastiktüte oder ähnliches auf das Rähmchen und befestigen diese rundherum. Die Tüte hat den Sinn, dass das Verdunstertuch nicht zu nah an den Bienen dran ist bzw. die Dämpfe der Ameisensäure sofort an die Bienen gelangt. Die Konzentration wäre sonst zu hoch.

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Jetzt kommt das eigentlich Spannende bzw. auch Gefährliche. Wir nehmen die Ameisensäure, nachdem wir uns die Schutzhandschuhe angezogen und die Schutzbrille aufgesetzt haben, und füllen uns die entsprechende Menge in die Laborflasche. Wer eine Behandlung im August macht, der nimmt 180ml. Für meine Notbehandlung habe ich lediglich 60ml abgefüllt.

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Die befüllte Laborflasche wird mit dem Schwanenhalsdeckel verschlossen. Der Verdunsterrahmen wird jetzt hochkant gestellt, so dass die Ameisensäure mit Hilfe des Schwanenhalses in die kleine Öffnung am Verdunster eingefüllt werden kann. Ganz wichtig, danach das Rähmchen noch nicht wieder quer hinstellen, sondern immer noch aufrecht, da ansonsten die Säure in die Dochtkammer hineinläuft, obwohl noch kein Docht und Käfig aufgesetzt sind. Spritzgefahr!

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Käfig und eingesetzter Docht setzen wir vorne am Verdunster auf. Ein Klickgeräusch bestätigt den richtigen Sitz des Käfigs. Mit einem Messer oder anderem dünnen Gegenstand kann der Docht noch etwas angedrückt werden. Fertig! Der Transport zur Beute wird auf jeden Fall noch immer hochkant vollzogen und ebenso hochkant neben die Beute gestellt. Es kann ja sein, dass man nicht nur einen Verdunster befüllen und einsetzen muss, von daher lohnt sich die Anschaffung einer Transportbox, worin die Rähmchen nur hochkant stehen können und nicht umkippen können.

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Kurz vor dem Einsetzen drehen wir endlich das Rähmchen auf Querformat und schieben es an die hinterste Stelle in der Beute. Auf jeden Fall darauf achten, dass die Plastikfolie zu den Bienen hinzeigt, damit sie nicht direkten Kontakt mit dem Tuch bekommen oder die Verdunstungskonzentration zu hoch ist. Wir würden sonst genau das Gegenteil mit unserer Behandlung bewirken 😉

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Nicht wundern! Auf meinem Bild sieht es so aus, als wäre der Verdunster an vierter Stelle. Ist aber nicht so. Direkt davor ist ein zum Trennschied umgebautes Rähmchen und vor dem Schied sind zwei an Dadant-Oberträger angehängte Zanderrähmchen. Die sollen von den Bienen leer gemacht werden, damit ich diese Rähmchen aus der Beute entfernen kann.

So, wir haben es geschafft. Hoffentlich hat keiner Spritzer von der Ameisensäure auf Haut oder Bekleidung abbekommen, denn die Säure ist hochgiftig. Kleidung bekommt auf jeden Fall bei der nächsten Wäsche Löcher. Hände oder andere Hautstellen, die mit der Säure in Kontakt gekommen sein sollten, sofort waschen. Falls jedoch die Augen etwas abbekommen haben, nicht lange warten, sondern sofort zum (Augen-)Arzt gehen oder sogar Notarzt rufen!

Über Anregungen von Euch freue ich mich schon, habt einen schönen Sommer und hoffentlich nicht so heftigen Varroa-Befall wie mein erster Ableger.

Gruß, Euer Mathias


PS: Sollte jemand nach meiner obigen Anleitung seinen Nassenheider Verdunster zusammenbauen, so macht Ihr das auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden, Verletzungen oder sonstiges, noch gebe ich eine Garantie für Vollständigkeit bzw. Funktionstüchtigkeit des Verdunsters nach dieser Baumethode! Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen.

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